23. Lebenstag

A-Wurf

Wie gestern gab es auch heute wieder Hähnchenschenkel zum Zutzeln. Wirklich etwas ab bekommen sie davon nicht… dachte ich. Verfressen wie erwartet, die Zähnchen aber schon viel besser unter Kontrolle als gedacht, ist bei allen der Ehrgeiz geweckt und sie haben kapiert, dass sie es in den Mund nehmen und anschließend schlucken müssen. Pech für die großen Mädels. Die meiste Ausdauer zeigten heute Frau Orange, Herr Blau und Frau Lila. Frau Mint gab erneut als Erste auf, hatte aber auf der Waage auch den meisten Zuwachs war sicherlich von Mama noch gut satt gewesen.
Die Fütterung solch große Fleischbrocken, an denen alle Speckies auf ein Mal herumzerren können, hat mehrere Vorteile. Zum einen ist es einfach unglaublich anstrengend, weshalb sie langsamer fressen, sich nicht überfuttern und länger damit beschäftigen, zum anderen dient es dem Sozialverhalten, sodass alle lernen, nebeneinander zu fressen, ohne in unangemessene Aggression zu verfallen.
Da wir unsere Mädels aus Überzeugung barfen und so auch Alva Entsprechendes über die Muttermilch mitgibt, ist dies für mich der naheliegende erste Schritt, mit natürlichem Fleisch zu beginnen. Ich halte mich bei der Ernährung der Welpen an die BARF-Empfehlungen von Swanie Simon. Da die meisten Welpenintessenten vermutlich im Anschluss auf industrielles Futter setzen werden, werden die Welpen dies selbstverständlich in ein paar Wochen auch angeboten bekommen. Natürlich würde ich mich freuen, wenn einige die Rohfütterung in Betracht ziehen würden, da es einfach eine wundervolle Möglichkeit für den Dalmatiner ist und kein Hexenwerk, aber ich muss niemanden missionieren. Für mich zählt, dass der Hund sein Futter gerne frisst und gut verträgt, Ende. Ich bin deshalb unvoreingenommen und berate offen zu den verschiedenen Möglichkeiten.

Den Speckies gefällt ihr Welpenzimmer, munter und flink wird von einer Station zur nächsten gewuselt und sogar die ersten Pfotentritt-Versuche gegen das hohe Gebaumel am Spielbogen zeigten die Ersten bereits. Allgemein wird sich definitiv weniger beschwert als die Tage zuvor, wo ihr Horizont noch an den Brettern der Wurfbox endete.
Heute stand außerdem der Durchgang zum Außenbereich den ganzen Tag offen. Herr Grün wagte sich zuerst und tat nach zwei Minuten gekonnt so, als hätte er sich nur verlaufen. Ihm folgte Frau Rosa und schaute sich ausgiebig um.