5. Lebenswoche
A-Wurf
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Das Motto der fünften Lebenswoche lautete: Her mit den guten Erfahrungen!
Eine günstige Phase, um jeden Tag interessant zu gestalten und das Reizangebot so zu halten, dass alle Welpen gefördert, aber nicht überfordert werden. Wir haben den Mobilitätsradius der Speckies nun final erweitert und die kleinen Abenteurer haben den großen und abwechslungsreichen Außenbereich ihres Pfötchenparadieses erkundet. Alle sind super neugierig, probieren sich ohne Scheu an den verschiedenen Balance- und Gleichgewichtsübungen, fühlen die verschiedenen Untergründe des Barfußpfades unter ihren Pfoten, planschen zwar nicht ganz so gerne im Bällbad, dafür umso lieber im Sandkasten, teilweise auch im Pool, ziehen an den Bändern, rappeln durch die Klapperflaschen und spielen natürlich miteinander, mal zärtlich, mal wild. So ein munteres Treiben in unserem Auslauf, da geht mir das Herz auf! Insgesamt ist es nach wie vor ein super entspannter Wurf und abgesehen von den kurzen Spielphasen wird viel zufrieden geschlafen, gerne auch mal draußen. Die Nächte sind ruhig und die Wurfbox trocken, sogar der Innenbereich meistens schon komplett ohne Pfützchen, tolle kleine Racker! Und aus der Kategorie „worüber sich nur Hundehalter freuen“, das Kacki ist bei allen hervorragend.
Die erste Autofahrt und die damit verbundene Kennlern-Stippvisite bei unserer Tierarztpraxis wurde mit Begeisterung, Neugier, vor allem aber purer Gelassenheit absolviert.
Zudem nehme ich mir nun bewusst immer mal einen Zwerg weiter von der Gruppe weg, damit jeder langsam damit vertraut wird, kurz ohne die Geschwister zu sein und bewusst Zeit mit dem Menschen zu verbringen. Diese ganz innige Zeit mit einem Specki allein ist für mich gerade sehr wichtig, nun wo sich langsam konkretisiert, wer welches Interessentenherz besonders erobert hat und wo sein neues Zuhause finden wird, um ein tolles, langes, glückliches und gesundes Leben mit seinen Menschen zu beginnen.
Da die Speckies ihren Körper nun immer besser unter Kontrolle haben, erlaube ich mir den Spaß und versuche sie beim Füttern in unterschiedliche Positionen wie Sitz oder den Rückruf zu locken, wenn es nicht für die gesamte Runde die Mahlzeit aus dem großen Napf gibt. Sie lernen so irre schnell! Die Konditionierung funktioniert – zumindest, wenn sie nicht gerade etwas super Spannendes zu tun haben.
Ab der fünften Woche nimmt die Sympathikusaktivität zu, sodass die Welpen nun verstärkt auf Außenreize reagieren und die Entwicklung von Angstverhalten beginnt. Um zu vermeiden, dass Furchtreaktionen, unerwünschte Stimmungsübertragungen oder ungewolltes Beobachtungslernen einsetzen, dosiere ich die angebotenen Reize individuell angepasst und wechsle die Spielangebote lieber öfter durch, sodass niemand überfordert wird, aber auch jeder lernt, mit mildem Stress umzugehen. Außerdem haben wir so viel gebastelt, dass jede Übung es verdient, mal im Fokus der Bande zu stehen.
Wir hatten wieder viele liebe zwei- und vierbeinige Besucher, die die Welpen ausgiebig geknuddelt und somit ein Stück mehr sozialisiert haben. Die Speckmaden konnten so ganz verschiedene Typen, Stimmen, Verhaltensweise und Gerüche aufnehmen. Und auch unsere hauseigene Prägung läuft generationsübergreifende. Ob meine Großeltern mit ihren Rollatoren, ich mit Krückstock, langem Mantel und dicker Pudelmütze (besonders angenehm im Hochsommer, aber was tut man nicht alles für die Zwerge) oder im Pool planschende Kinder sowie das ständige Lachen, Herumtollen, Küssen und Streicheln seiner „Alva Babys“ durch unserem kleinen Sohn, alles wird positiv aufgenommen.
Ich finde ja, sie machen das bisher wirklich prima! Alle Speckies sind fit, munter, fidel, propper und wahnsinnig entspannt. Sie sind freundlich und aufgeschlossen, zeigen bisher keine Zurückhaltung bei neuen Situationen, sondern stehen allem freundlich, offen und neugierig gegenüber.
Zwischen der 4. und 12. Lebenswoche entdecken sie ihre Identität, sodass immer mehr die verschiedenen Charakterzüge auffallen, so habe ich gelesen. Aus der Erfahrung heraus würde ich bestätigen, dass man in der fünften Lebenswoche doch ein ziemlich gutes Charakterbild erkennt, das sich von nun an mehr und mehr festigen wird.
Hier also die dieswöchentlichen Eigenheiten der Speckmaden:
Herr Blau
Vom sanften Kuschelbär gab es diese Woche gefühlt ausschließlich Schlafbilder zu sehen und das aus gutem Grund. Es ist schlichtweg das, was er meistens tut: dösen. Oder beobachten und dann dösen. Er ist wirklich unfassbar entspannt, lässt sich nicht aus der Ruhe bringen, Einzelfotos von ihm und das abendliche Wiegen sind ein Kinderspiel. Er bewältigt selbstbewusst jede Spielstation und auch sein Sozialverhalten beschränkt sich überwiegend auf absolut höflich und zärtlich. Nur an Besuchern knabbert er gerne etwas nachdrücklicher und auch am Napf setzt er sich selbstbewusst durch. Ansonsten verbringt er viel Zeit im Gras oder auf meinem Schoß und ich darf den selig schlummernden Knopf dann abends ins Lager tragen.
Herr Grün
Der Gentleman ist mittlerweile weitaus frecher, verspielter und aktiver als sein Bruder. Mit herrlichem Charme agiert er bei Besuchern, möchte schmusen und viel gestreichelt werden, ist unter seinen Geschwistern aber ein kleiner Raufbold und bringt gewitzt Stimmung in den Haufen. Er scheut keine Hindernisse, lässt sich für alles begeistern, kann aber genauso gut einfach nur entspannt das Treiben beobachten und natürlich ganz viel mit mir kuscheln. Er ist mit Abstand der gierigste Esser und ich muss aufpassen, dass er am Napf noch etwas für die anderen übrig lässt.
Frau Orange
Meine Oberkuschlerin ist von allen am meisten im Außenbereich unterwegs, kundschaftet interessiert selbst die entlegensten Ecke des Pfötchenparadieses aus, fokussiert sich aber nach wie vor am liebsten auf mich. Wann immer sie mich erblickt, tappelt sie freudig auf mich zu und möchte geknuddelt werden. Sie ist zu meinem kleinen Schatten geworden und keiner der anderen fordert so charmant und oft Kuscheleinheiten von mir ein wie sie. Mit ihren großen Schwestern tobt sie herum und lässt sich auch am Napf nicht unterbuttern. Ich würde aktuell behaupten, ihr rechtes Ohr funktioniert hervorragend, nur das linke Öhrchen ist vermutlich arbeitsfaul und empfängt eventuell keine Signale, was man ihr mittlerweile im normalen Geschehen aber kein Stück anmerkt.
Frau Mint
Meine tapfere Kämpferin zeigte sich diese Woche sehr unscheinbar und geht mit ihrer ruhigen Art im Getümmell gerne etwas unter. Dabei steckt in ihr so eine neugierige, verspielte, verschmuste Zaubermaus, die schon seit einer ganzen Weile ihren anfänglichen Stempel der Drama-Queen abgelegt und damit so viel Aufmerksamkeit von mir verdient hat. Sie lag diese Woche viel entspannt im Schatten herum, freute sich über jede Streicheleinheit genauso wie über interessante neue Reize, war stets aufgeweckt zu einem kleinen Spielchen und erkundete ausgiebig und selbstbewusst die vielen neuen Spielstationen. Sie ist von sanftem Naturell mit einem Schuss Frechheit, drängt sich nicht in den Vordergrund, ist aber keineswegs schüchtern.
Frau Lila
Die Pflaume ist unter die Schmusebacken gegangen und kuschelt am liebsten tiefenentspannt neben mir oder auf ihrem Bruder Blau im Gras. Das Meckern hat sie nicht verlernt, aber ein erfreulich angenehmes Maß gefunden. Sie ist mittlerweile wahnsinnig gerne draußen und erkundet zielstrebig und voller Selbstvertrauen verschiedenste Spielgeräte, besonders das Wackelbrett mit den Klapperflaschen liebt sie, tobt ausgelassen und so niedlich mit ihren beiden großen Schwestern und auch mit den Wurfgeschwistern rauft sie hin und wieder.
Frau Rosa
Die optische Mini-Alva wird immer aufgeweckter und frecher, hat es faustdick hinter den Ohren, wagt begleitet von eigenen Anfeuerungsprotesten erste Ausbruchsversuche und ist einem Überraschungsangriff samt anschließendem Raufen nie abgeneigt. Auch auf der abendlichen Waage oder beim Wochenbild versucht sie die kleine Diva zu geben und zappelt mehr herum als alle anderen zusammen. Zugleich ist sie aber auch sehr verschmust und schlummert gerne in meinem Schoß. Draußen hält sie sich meist nicht ganz so lange auf wie ihre Geschwister.





