19. Lebenstag

A-Wurf

Heute ist als große Überraschung der Speckies ein kleiner Tunnel in die Wurfbox eingezogen. Der bringt nicht nur eine weitere Entdeckungsmöglichkeit und etwas Rascheln mit sich, sondern auch wieder einen gewissen Höhlencharakter zurück. Ich möchte den Kleinen zudem im Welpenreich eine Hundebox zur Verfügung stellen, sodass sie von Anfang an lernen, sich darin geborgen zu fühlen und es als sicheren, angenehmen Rückzugsort abspeichern. Eine Hundebox ist nicht nur für den Transport im Auto sinnvoll, sondern bewährt sich auf Veranstaltungen, im Urlaub, bei Besuch, im Leben mit hektischen Kindern oder einfach im Alltag, wenn die Dussel die heilige Ming Vase zerdeppert haben und wissen, an ihrem Zufluchtsort droht ihnen nichts. Unsere Mädels lieben ihre Box!
Bei der Welpenerziehung kann eine Box selbstverständlich auch ein Mittel sein, um den übermutigen Zwerg beim Erlernen des Alleinebleibens vor sich selbst zu schützen. Auf lange Sicht sollte es aber nicht als Möglichkeit dienen, den Hund wegzusperren, um Ruhe zu haben. Es ist genau andersherum. Die Box schirmt etwas von den Umgebungsreizen ab und so können die Hunde in ihrer Kuschelhöhle besser abschalten. In fremder Umgebung, im Urlaub, auf Ausstellung etc. bieten Boxen Sicherheit vor zu viel Aufregung und helfen dem Hund, sich zu entspannen. Den Grundstein dafür lege bei meinen Welpen bereits in der Kinderstube, indem die Hundebox positiv konditioniert wird.

Heute der zweite Tag mit 40 Grad. Kein Welpenwetter, so definitiv gar nicht. Wir versuchen es den Speckmaden so angenehm wie möglich zu machen und der großen Wurfbox sei Dank, können sich auch alle gut verteilen. Anders als die Großen hassen die Minis die Hitze allerdings. Sie wissen sich noch nicht so recht zu helfen, quengeln und jammern mehr als sonst, schmeißen sich protestierend von einer halbwegs kühleren Ecke in die nächste und spielen weitaus weniger als noch vor zwei Tagen, wo das Thermometer zehn Grad weniger anzeigte. Es sei ihnen verziehen, dass heute mehr herumgelegen als gewuselt wurde. So schön der Sommer für die Stubenreinheit ist, SO warm muss es für die Kleinen auch nicht sein.
Die beiden Jungs nehmen es wie alles andere ohne zu Murren hin und arrangieren sich mit der Situation. Frau Rosa erträgt es geduldig, so gut sie kann. Frau Lila fällt es dagegen am schwersten, sie braucht immer am meisten Beruhigung von mir – kein Wunder, trug sie zur Geburt ja ihr Sommer-Outfit und nun kommt dieser dicke Pelz über sie. Frau Mint und Frau Orange lassen sowieso keine Gelegenheit aus, mit mir zu schmusen und in meinen Armen zu dösen. Ich verbringe also viel Zeit glückselig in unserer großen Wurfkiste. Auch die ersten Knabberversuche kamen bereits von den frechen Jungs und Fräulein Rosa. Ich weiß nicht, ob ich ihnen das so durchgehen lassen werde.

Und weil ich eh so viel da hockte, gab’s auch nochmal KnipsKnaps an den Pfoten. Ich hoffe, die zukünftigen Welpeneltern haben später wenig Schwierigkeiten bei der Krallenpflege.