2. Lebenswoche
A-Wurf
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Die zweite Lebenswoche stand voll unter dem Motto: Augen auf! Damit haben sie für mich definitiv die nächste Stufe der Niedlichkeit erreicht. Diese dunklen kleinen Glubschis, SO niedlich! Und sogar auf den (noch etwas wackeligen) Beine sind sie schon unterwegs, die ersten Gehversuche sehen immer gekonnter aus. Es ist kaum zu fassen, was in den letzten wenigen Tagen für Entwicklungsschritte durchlaufen wurden. Sie haben damit endgültig dieses vegetative Phase aus Schlafen-Fressen-Schlafen hinter sich gelassen. Lange werde ich sie in der Wurfbox nicht mehr halten können. Sie sind so agil, fidel und neugierig, dass die Grenzen des Lagers schnell ausgekundschaftet sind.
Es ist so ein unglaubliches Privileg diese ersten Lebenswochen ganz intensiv und ungestört mit den Welpen verbringen zu dürfen, mit ihnen zu kuscheln und diesen Duft in der Nase zu haben. Natürlich freue ich mich auf die Interessenten, aber noch bin ich froh, meine Speckmaden nicht teilen zu müssen. Die Kleinen sind in einem Dauerentspannungszustand, wenn sie an der Milchbar nicht gerade zu ausgehungerten Piranhas mutieren oder wie Bulldozer durch unsere Plüsch-Mähdels pflügen.
Ein Mal mehr bin ich dankbar dafür, dass alles so problemlos läuft und auch unsere Nächte bereits ziemlich ruhig sind. Alva ist eine wundervolle Mama und verdient meinen größten Respekt. Würde sie das nicht so wuppen, wäre diese Zeit nicht so sorgenfrei. Alva hält sich immer kürzer in der Wurfbox auf. Sie kümmert sich rührend um ihre Welpen, pflegt das Fell, regt die Verdauung an und hält das Lager sauber. Nach dem regelmäßigen Füttern genießt sie aber ihre wohlverdiente Auszeit lieber auf dem Bett neben der Wurfbox. Von da aus hat sie einen hervorragenden Überblick, wird aber nicht ständig überfallen und kann unbeschwert dösen. Ich bin so, so stolz auf sie und froh darüber, in ihr so eine instinktsichere Mama zu haben.
Insgesamt empfinde ich den Wurf von Anfang an als sehr homogen. Nicht nur bei den Geburtsgewichten und der täglichen Zunahme, sondern auch charakterlich zeigen sich alle bisher sehr entspannt, zufrieden und gelassen. Kleine Unterschiede gibt es natürlich trotzdem zu beobachten. Dies sind die von dieser Woche:
Herr Blau
Der faule Gentleman ist stets die Gelassenheit auf vier Pfoten, ganz die Mama. Ihn bringt absolut nichts aus der Ruhe. Ob alleine, auf meinem Arm, an Alva angeschmiegt, auf den Geschwistern, unter einem Schaf oder auf der Waage, er kann wirklich überall schlafen. Kein Murren, keine Unsicherheit, er nimmt alles, wie es kommt und hat einfach ein völlig entspanntes Naturell. Auch an der Milchbar agiert er stets höflich und hat sich mit den Punkten ebenso Zeit gelassen, fängt nun aber langsam an sich herauszuputzen. Beim Erforschen der Wurfbox ist er als Erster auf den Ausstieg aufmerksam geworden und hätte, unerschrocken wie er ist, sicherlich auch den Ausbruch gewagt, wer weiß, was da für schöne Schlafplätze auf ihn warten.
Herr Grün
Der entspannter kleine Mann ist völlig relaxed und hat keine Scheu. Aber wehe, er hat zwei Mahlzeiten hintereinander verschlafen und alle außer ihm dösen seelig im Milchkoma, da gibt es einen ausdauernden, lautstarken Zwergenaufstand – Papas Junge eben! Auf den Beinchen macht ihm niemand etwas vor! Und sogar das erste Kacki ging zielsicher und eigenständig aufs Tuch. Er hatte als Erster die Äuglein offen und auch die ersten kleinen Spielversuche mit seinen Geschwistern gestartet, ist ihnen immer einen Tag voraus. Er schläft gerne im Pulk oder kuschelt sich an ein Schaf, wenn Mama nicht in der Wurfbox ist. Er ist aktuell der Hellste von allen.
Frau Orange
Die charmante Meckerziege ist nach wie vor verärgert, wenn die Milchversorgung zu ihrer Wunschzeit ins Stocken geraten ist, da würde sie gerne ein paar Töne mit dem zuständigen Mama-Manager wechseln. Ansonsten ist sie zwischen ihren tiefenentspannten Nickerchen herrlich frech, aufgeweckt und quirlig, aber nicht ganz so forsch wie andere. Sie braucht manchmal einen kurzen Moment, um sich bei unvorhergesehenen Veränderungen zu orientieren. Stattdessen klettert sie lieber in der sicheren Wurfbox abenteuerlustig auf den Schafen oder den Abstandshaltern herum. Sie ist super verschmust und liegt noch lieber als alle anderen bei Alva, wenn diese sich bei den Speckmaden aufhält. Sie hat eindeutig das niedlichste murrige Gurren der ganzen Meute.
Frau Mint
Die fidele Drama-Queen ist nach wie vor eine taffe Maus, krabbelt mutig durch die Wurfkiste, bulldozert durch die Schafe und legt sich auch mal ganz gelassen alleine an den Rand. Sie weiß, was sie will und das ist in der Regel bitte alle zwei Stunden ein Buffet, ansonsten wird munter Mama erklommen und der gesamten Umgebung musikalisch das Leid in den höchsten Tönen geklagt. Auf meinem Arm kommt sie sehr schnell zur Ruhe und erforscht mich ganz neugierig. Sie lässt sich nicht unterkriegen und hat so ein niedliches Puppengesicht. Sie zählt zu den etwas Aktiveren im Wurf und initiiert bereits erste Spielversuche mit den Geschwistern, indem sie ihnen am Ohr knabbert.
Frau Lila
Die kleine Pflaume schläft die meiste Zeit tiefenentspannt. Ist sie allerdings unzufrieden, dann sollen es alle erfahren. Geht es nicht nach ihrer Nase oder ist sie wieder mal als Einzige wach, sucht sie über einen gesanglichen Protest die volle Aufmerksamkeit. Sie schlummert am liebsten angekuschelt an ein Plüschschaf oder ihre Geschwister und nimmt an der Milchbar ohne viel Streiten das, was sie bekommen kann. Auf den Beinen hält sie sich bereits sehr gut und geht zielstrebig auf Entdeckungstour durch die Wurfbox. Sie zeigt von Anfang an die meisten Flecken. Ihr Fell ist mittlerweile so dicht wie das der anderen.
Frau Rosa
Die zauberhafte Mini-Alva zählt zu den Ruhigeren in diesem bisher eh ruhigen Wurf. Sie ist eine verträumte Genießerin, hat einfach die schnuckelig-glückseligsten Schlafposen von allen drauf und liebt es, wenn ich ihr bewusst die Ohren sanft von der Wurzel bis zur Spitze ausstreiche (TTouch). Gerät sie ungeschickt halb über die Abstandshalter, sucht sie gelassen nach einer Lösung, ohne in Stress zu verfallen. Nach wie vor fällt sie unter den Geschwistern meist nicht auf. Alleine sieht man sie eher selten liegen, weil meist immer ein anderer an sie herangerobbt kommt und mit ihr kuscheln möchte. Sie strahlt einfach die pure Entspannung aus und erinnert mich so sehr an ihre Mama.





