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Zeitumstellung. Eine Stunde mehr mit den Speckies! Ich wollte entsprechend lange filmen (viele Bilder sind toll, aber Videos nochmal eine ganz andere und irgendwie auch ehrlichere Erinnerung, oder?). Allerdings waren die Buben heute wahrlich im verschlafenen Sonntagsmodus und wenig unterhaltsam. Dank Dixis Beteiligung gab’s dann doch noch einen Augenblick heller Aufruhr in der Kiste und für mich die Gelegenheit, mich mal daran zu versuchen, mit der Kamera statt dem Handy aufzunehmen. Wie sich herausstellte, arbeiten der Fokus und ich bei bewegten Bildern weitaus schlechter zusammen als beim gewöhnlichen Geknipse. Und nach zehn Minuten fällt auch die Schlussklappe. Ich bitte dies zu entschuldigen! Aber man erkennt trotzdem sehr gut, wie geschickt sich die Jungs schon am baumelnden Schlaraffenland halten könn(t)en – meinen größten Respekt an Dixi, die fiesen Beißerchen brechen nämlich bereits durch – und dass auch die Knisterdinge ohne Scheu inspiziert werden. Sie werden immer mehr zu „richtigen“ kleinen Hunden!
Nach wie vor dürfen Oma und Tante die Kleinen nur gemächlich kennenlernen. Von meiner Seite gäbe es selbstverständlich das Okay, die Natur hat es so vorgesehen, dass sich das gesamte Rudel kümmern könnte, aber Dixi möchte das immer noch lieber alleine übernehmen. Noch! In der ersten Woche durften die anderen gar nicht dran, seit der zweiten Woche ist zumindest vom Bett aus zu gucken abgesegnet gewesen und nun können sie vorsichtig den Hals vom Boxeneinstieg aus hineinstrecken. Else zeigt eher wenig Interesse, Alva dafür umso mehr. Aber bloß nicht zu lange, da wird Mutti misstrauisch und schiebt sich demonstrativ dazwischen.
Mit dem stetig zunehmenden Gewusel und dem schon bald beginnenden Beifüttern wird erfahrungsgemäß Dixis Bereitschaft abnehmen, sich alleine um die wilde Meute kümmern zu wollen, sodass sie den beiden Kindermädchen dosiert das Feld überlassen wird. Alle Speckies sind sehr aufgeschlossen und neugierig auf die Verwandtschaft. Nach dem Umzug ins Welpenreich wird vor allem Else wohl als sozialisierende Spielkameradin fungieren und Alva eher die wachende Anstandsdame geben, die Dixi bei der Erziehung unterstützt.
Mit dem zunehmenden Hörvermögen (hoffentlich; sicher bin ich mir noch nicht bei allen Schnarchnasen, aber es geht ja auch erst los) steigt auch das Erforschen der eigenen Stimme. Nervig fiepsende Hunger-Arien halten sich zwar absolut in Grenzen, keiner marschiert quengelnd durch die Wurfbox, aber war es zuvor angenehm ruhig, tönt es nun vereinzelt (wir zeigen auf niemanden, nicht wahr Herr Rot?) aus der Wurfkiste, wenn die mobile Milchbar über einem schwebt, der zuständige Manager aber lieber das Lager putzt und nach getaner Arbeit wieder außer Reichweite hüpft.
Lassen sich tagsüber nun hin und wieder kurze spielerische Phasen zwischen den Jungs beobachten, herrscht nachts weitestgehend Ruhe. Lediglich aller zwei Stunden trifft mütterliche Milchbildung auf zwergischen Kohldampf. Direkt im Anschluss regiert wieder der allgemeine Schlummermodus. Das wiederum ist bei all den offensichtlichen Nachteilen (gerade in Bezug auf die zu trainierende Stubenreinheit oder Fotografieren) ein definitiver Vorteil zu einem Sommerwurf, wo die Speckies bei hohen Tagestemperaturen doch eher dazu neigen, nachtaktiv zu sein.