19. Lebenstag

Heute ist als große Überraschung der Speckies ein kleiner Tunnel in die Wurfbox eingezogen. Erst einmal nur für ein paar Minuten und unter Aufsicht, wobei die Jungs es sowieso eher unspektakulär fanden. Aber mit dem Mähdel mussten sie ja auch erst warm werden und nun ist es nicht mehr wegzudenken, das finale Urteil bleibt demnach abzuwarten. Der Knistertunnel brachte nicht nur eine weitere Entdeckungsmöglichkeit und etwas Rascheln mit sich, sondern auch wieder einen gewissen Höhlencharakter zurück.

Im Welpenreich wird dafür dann zudem eine Hundebox zur Verfügung stehen, sodass die Kleinen von Anfang an lernen, sich darin geborgen zu fühlen und es als sicheren, angenehmen Rückzugsort abspeichern. Eine Hundebox ist nicht nur für den Transport im Auto sinnvoll, sondern bewährt sich auf Veranstaltungen, im Urlaub, bei Besuch, im hektischen Zusammenleben mit kleinen Kindern oder einfach im Alltag, wenn die Dussel die heilige Ming Vase zerdeppert haben und wissen, an ihrem Zufluchtsort droht ihnen nichts. Unsere Mädels lieben ihre Box!
Bei der Welpenerziehung kann eine Box selbstverständlich auch ein Mittel sein, um den übermutigen Zwerg beim Erlernen des Alleinebleibens vor sich selbst zu schützen. Auf lange Sicht sollte es aber nicht als Möglichkeit dienen, den Hund wegzusperren, um Ruhe vor ihm zu haben. Es ist genau andersherum. Die Box schirmt etwas von den Umgebungsreizen ab und so können die Hunde in ihrer Kuschelhöhle besser abschalten. In fremder Umgebung, auf Reisen, Ausstellung etc. bieten Boxen Sicherheit vor zu viel Aufregung und helfen dem Hund, sich zu entspannen. Den Grundstein dafür lege bei meinen Welpen bereits in der Kinderstube, indem die Hundebox ganz nebenbei positiv konditioniert wird.
Ansonsten sind die Jungs irgendwie mehr im kuscheligen Novemberwetter statt emsigem goldenen Oktober unterwegs. Wirklich unterhaltsame Momente bieten sie nur, wenn Mutti durch die Wurfbox putzt und falsche Hoffnungen weckt. Von mir lassen sich die gechillten Schnarchnasen nicht aufscheuchen, Gewusel gibt’s selten, Proteste oder Gejammer noch weniger. Stattdessen schlummern sie glückselig vor sich hin, ganz gleich ob da wer in neugieriger Kontaktaufnahme rabiat ins Ohr beißt oder zaghaft am Pelz zupft. Große Wurfbox und sie bündeln sich trotzdem am liebsten im Haufen. Soll mir ganz Recht sein. Viel Platz, mich dazuzukuscheln, so schmust es sich doch am schönsten.

Und weil ich eh so viel da hockte, gab’s auch nochmal KnipsKnaps an den Pfoten. Ich hoffe, die zukünftigen Welpeneltern haben später wenig Schwierigkeiten bei der Krallenpflege.