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Wie gestern gab es auch heute wieder Hähnchenschenkel zum Zutzeln. Wirklich etwas ab bekommen sie davon nicht… dachte ich. Verfressen wie erwartet, die Zähnchen aber schon viel besser unter Kontrolle als gedacht, ist bei allen der Ehrgeiz geweckt und sie haben kapiert, dass sie es in den Mund nehmen und anschließend schlucken müssen. Wirklich aufgeben wollte heute keiner. Bevor Dixi also gar nichts bekam, hab ich dem martialischen Treiben nach zehn Minuten ein Ende gesetzt.
Die Fütterung solch großer Fleischbrocken, an denen alle Speckies auf ein Mal herumzerren können, hat mehrere Vorteile. Zum einen ist es einfach unglaublich anstrengend, weshalb sie langsamer fressen, sich nicht überfuttern und länger damit beschäftigen, zum anderen dient es dem Sozialverhalten, sodass alle lernen, nebeneinander zu fressen, ohne in unangemessene Aggression zu verfallen.
Da wir unsere Mädels aus Überzeugung barfen und so auch Dixi Entsprechendes über die Muttermilch mitgibt, ist es für mich der naheliegende erste Schritt, mit natürlichem Fleisch zu beginnen. Ich halte mich bei der Ernährung der Welpen an die BARF-Empfehlungen von Swanie Simon. Da die meisten Welpenintessenten vermutlich im Anschluss auf industrielles Futter setzen werden, werden die Welpen dies selbstverständlich in ein paar Wochen auch angeboten bekommen. Natürlich würde ich mich freuen, wenn einige die Rohfütterung in Betracht ziehen würden, da es einfach eine wundervolle Möglichkeit für den Dalmatiner und kein Hexenwerk ist, aber ich muss niemanden missionieren. Für mich zählt, dass der Hund sein Futter gerne frisst und gut verträgt, Ende. Ich bin deshalb unvoreingenommen und berate offen zu den verschiedenen Möglichkeiten.
Den Speckies gefällt ihr Welpenzimmer schon besser als gestern. Zumindest ist es weniger laut und vom Gewusel her definitiv ein riesiger Unterschied zu vor zwei Tagen, als ihr Horizon noch an den Brettern der Wurfbox endete. Munter und flink wird nun von einer Station zur nächsten getapst. Nur Herr Rot braucht immer erst ein paar Minuten, bis er sich sicher genug fühlt und ebenso frei bewegt wie seine Brüder. Ganz anders dagegen Herr Orange, der selbstbewusst und neugierig auch den hintersten Winkel erforscht, während Herr Blau durch den Tunnel flitzt, Herr Grün sich in Box und Tipi kuschelt und die Herren Gelb und Braun die Strukturmatten abtasten. Das Schönsten allerdings, ist danach dann auf meinem Schoß zu schlummern, um alle Eindrücke zu verarbeiten.



























