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Besucher, Besucher, Besucher. Vormittags, mittags, abends. Die höfischen Prinzen lassen zahlreich einladen und mich ihre Bauchkrauler empfangen. Sozialisierung mit ganz unterschiedlichen Menschen ist unglaublich wichtig und natürlich freuen sich besonders die zukünftigen Welpeneltern, ihr baldiges Familienmitglied schon in der Kinderstube öfter knuddeln zu können. Außerdem helfen fleißige Hände mir tatkräftig beim Festigen der Stubenreinheit der Süßlinge und ich bin ganz stolz auf die Buben, dass alle bereitwillig draußen ihr Geschäft erledigen. Nachts klappt das in der Tat auch immer besser und die Häufchen landen, wenn überhaupt drinnen, meistens im Durchgangsbereich, so wie es gedacht ist. Clevere Kerlchen!
Ein Mal mehr muss ich einfach das Wetter loben. Mitte November klingt nun nicht unbedingt nach zehn Grad und Sonnenschein! (Für einen Spaziergang liebe ich es, unter dem fotografischen Aspekt dagegen… zumal bei dem wenig kooperativen Gewimmel.) Es könnte weitaus ungemütlich sein und entsprechend geht’s an solchen Tagen natürlich raus, um etwas zu erleben. Der Wald war unser Ziel. Moos, hohe Gräser, tiefhängende Zweige und Baumrinde boten den forschen Abenteurern allerlei zum Entdecken.
Nachdem es die letzten Male tipptopp lief, war auch heute wieder die gesamte Bagage mit von der Partie. Die Mädels finde das Mini-Gassi ja eher lächerlich oder zumindest hochgradig fragwürdig, für die Babys war es genug. Und nur Oma Alva ist durch die anschließende Zeckenkontrolle gerasselt.
Für Dixi beginnt nun immer mehr die Zeit, die sie ganz besonders zu genießen scheint: Nicht mehr nur Mama sein, sondern auch endlich akzeptierter Spielpartner für die Speckies. Es ist schön zu sehen, dass die Kleinen nicht mehr ausschließlich auf die Milchbar fokussiert sind, sondern Mama auch entspannt zwischen ihnen liegen und mit ihnen kampeln darf. Mir geht das Herz auf, Dixi so zu sehen.
Weniger dabei, wenn sie den Nimmersatten ihre Tagesration in halbverdaut darreicht, um mal aus den Kategorien „Instinktsichere Mutterhündin“ und „Dinge, die ich zum Schutz der Mitleser nicht anschaulich zeigen werde, obwohl ich für größtmögliche Transparenz stehen möchte“ zu plaudern. Dixi säugt nach wie vor freiwillig und regelmäßig. Da die Welpen nun aber einen höheren Verbrauch haben und neben Milch so begierig Fleisch vernichten, schmeißt Dixi ihnen ihr eigenes Abendbrot seit Neustem ganz gerne vor die Füße, worauf sich die Blagen natürlich ohne Zögern stürzen (wofür ich ihnen überaus dankbar bin; man stumpft als Jahre lang im Einsatz tätiger Häufchenaufsammler zwar komplett ab, die Variante hinten raus ist aber trotzdem noch irgendwie netter als die nach vorne). Kostverächter ist hier wirklich niemand. Nun müssen wir nur aufpassen, dass die fürsorgliche Mama auch ein bisschen an sich selbst denkt und nicht vom Fleisch fällt, während die Speckies doppelt zuschlagen. Die Ersten kratzen an der Marke von vier Kilogramm. Zurück in der Villa Welpe gab es nämlich für alle eine große Portion Möhreneintopf mit Hühnchen und Kartoffeln zum Aufwärmen.































