17. Lebenstag

In der dritten Lebenswoche sind die Welpen in einem Dauerentspannungszustand. Was sie in dieser Phase wahrnehmen und erleben, wird als selbstverständlich eingeordnet und abgespeichert.
Deshalb beginne ich nun damit, den Zwergen langsam verschiedene Untergründe in der Wurfbox anzubieten, sodass sie lernen, dass ein bisschen Rascheln und Knistern völlig normal sind und keinerlei Gefahren darstellen. Auch optische Reize wie ein Mobile oder der Fernseher in sicherer Entfernung kommen nach und nach hinzu.

Das Motto dieser Woche lautet aber hauptsächlich: Geräuschgewöhnung. Dank der stückweise geöffneten Öhrchen – diese erste Reaktion von einigen Speckmaden auf mein Fiepsen ist unbeschreiblich! – werden sie aus unserem Alltag heraus ganz nebenbei vertraut mit menschlichen Stimmen, Kinderlärm, Haushaltsgeräuschen, der Türklingel, dem Radio und Umgebungslauten wie vorbeifahrenden Autos oder Vogelgezwitscher, auch wenn das Fenster in dieser Jahreszeit nicht ganz so oft offen stehen kann. Ich möchte meine Welpen von klein auf an verschiedene Geräusche gewöhnen, um die Grundvoraussetzung zu schaffen, dass sie später in den unterschiedlichsten Situationen gelassen bleiben. Im Kalender blitzt bereits Silvester mit dem entsprechend zu erwartenden Lärm auf, somit gibt’s demnächst ein bisschen Feuerwerk auf die Lauscher.
Bei der Geräuschgewöhnung ist es natürlich wichtig, dass die Lautstärke und Intensität so gepegelt ist, dass es den Welpen gesundheitlich nicht schadet, sie ängstigt oder überfordert. Auch wenn sie wiederholt mit Geräuschen konfrontiert werden, ist mir wichtig, dass sie dabei entspannt bleiben. Eine riesige Hilfe dabei ist selbstverständlich Dixi und auch die anderen Mädels mit ihrer unglaublichen Tiefenentspannung. Ihre Gelassenheit überträgt sich auf die Welpen und sie vermitteln ihnen damit absolute Alltagskompetenz.