33. Lebenstag

Nur weil das Wetter sich anschickt, alle Himmelsschleusen offen zu halten, heißt das nicht, dass damit die Umweltsozialisierung absaufen muss. Im Gegenteil. Heute war ein spannender Tag! Also hätte werden können, wenn die Speckies es nicht gechillt verpennt hätten. Maximal und nur mit dezentem Stimmchen (und weil es glaubhafter klingt) hatte Herr Blau ein oder zwei Fragen zur neuen Situation, von allen anderen hörte ich keinen Mucks. Ich bin heute nämlich mit den Speckies übers Land gecruist. Zone Dreißig im Wohngebiet, gib Gas auf der Bundesstraße oder Kopfsteinpflaster im Dörfchen, die Jungs waren erfreulich unbeeindruckt. Erste Autofahrt: Check!

Angekommen am geplanten Abstecher und bei geöffneter Heckklappe, blinzelten alle neugierig mit den Äuglein und schnupperten interessiert mit den Nasen. Die Box aus dem Auto gehoben, Reißverschluss geöffnet und schon startete munter die Entdeckungstour mit Blätterspaß!
Die Rücktour blieb komplett leise. Perfekt gemacht, Jungs!
 
Zuhause gab es dann natürlich eine ordentliche Stärkung. Bisher erhielten sie ein bis zwei Portionen Ziegenmilch angedickt mit Haferbrei und einem Schuss Öl und (wenn ich es nicht vergessen habe) Slippery Elm. Nun kommt Möhre und in zwei Tagen Apfel hinzu. Die beiden anderen Mahlzeiten setzten sich aktuell zusammen aus Hühner- oder Rindfleisch und einer Portion Pansen. Demnächst werden hier gewolfte Knochen folgen und damit sind wir schon ziemlich nah dran an einer kompletten Barf-Ration. Lediglich mit den Innereien warte ich noch ein bisschen, bis sie ebenfalls ergänzt werden.
Auch mengenmäßig habe ich nun etwas angezogen. Dixi säugt zwar noch, aber es wird naturgemäß weniger und somit erhalten von mir alle etwa Dreiviertel der Portion, die sie ohne mobile Milchbar futtern würden. Geteilt wird erstaunlich brüderlich im Napf. Auch wenn ein Mal die Woche genügen würde, wiege ich nach wie vor jeden Abend vor dem Abendbrot, um gegebenenfalls jemandem den Vortritt vor gefräßigeren Leckermäulern zu lassen. Alle Gewichte entwickeln sich aber wunderbar gleichmäßig!

Nachmittags gab’s nochmals ganz, ganz liebevoller Besuch, der mich tatkräftig dabei unterstützt hat, den Speckies dabei zu helfen, ihre natürliche Stubenreinheit zu festigen. Erfahrungsgemäß muss nach den drei S gepullert werden. Nach dem Schlafen, nach dem Speisen, nach dem Spielen. Naja und wer herkommt und Hände hat, wird natürlich eingespannt, die Zwerge eben genau dann schnell mit rauszusetzen.
Das klappt wirklich super! Nur wenn ich nicht fix genug bin, landet es drinnen, mit immer besserer Treffsicherheit dafür dann aber auf der Notfallmatte am Ausgang. Immer öfter wird Richtung Tür nun angezeigt, wenn jemand muss. So soll das sein. Toll, Jungs!

Und nach dem Besuchermarathon der letzten Tage war abends endlich Zeit für die notwendige Pediküre. Mini-Krallenpflege und ich, wir sind mittlerweile ein eingespieltes Team.