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Was bitte war das für ein herrlicher Herbsttag? Stürmisch, ja, sehr sogar, aber trocken, mild und hier und da blitzen sogar die Sonnenstrahlen für einige Minuten durch die Wolken. Bedeutet, ab ins Freie! Ich musste heute sogar nochmal den Rasen im Auslauf abmähen, wer hätte das gedacht. Es könnte Mitte November durchaus ungemütlicher kommen. Die Speckies haben – anders als das regelmäßige Staubsaugen in der Villa Welpe – komplett verpennt, dass ich das Grün gestutzt habe.
So schön es für mich ist, in die strahlenden Augen der Interessenten und anderen zahlreichen Besucher zu schauen, zu sehen, wie die zukünftigen Welpenfamilien zum ersten Mal Kontakt mit ihrem baldigen Zuwachs aufnehmen können und die Kleinen direkt verziehen mit Handspiel und Pulloverbänderknabbern, so wichtig es für die gesellschaftliche Sozialisierung der Speckies ist, möglichst verschiedene Menschen positiv kennenzulernen, so sehr genieße ich es auch, sie einfach wieder einen Tag nur für mich zu haben und ihnen die Welt zeigen zu können. Besonders bei solchem Wetter macht Umweltsozialisierung unglaublich viel Spaß (und hinterher ordentlich müde).
Vormittags ging es in den Sandkasten, auf dem ich extra die Blätter noch habe etwas länger liegen lassen, die dann von einigen ganz stolz herumgetragen wurden. Ringsherum lockten neue Gerüche von den angrenzenden Beeten, unterschiedliche Strukturen unter den Pfötchen und alle konnten ein bisschen gärtnern. Besonders Herr Braun hatte daran seine helle Freude. Laubrechen und Rollator wurden von den Herren Orange und Rot inspiziert, das Tannenwäldchen von Herrn Grün erforscht, während Herr Blau durch den Blätterhaufen hüpfte und Herr Gelb den Rasenmäher kontrollierte. Ausnahmslos alle waren super neugierig, aufgeschlossen und offen für alle neuen Eindrücke. Zu sehen, wie sie immer mutiger, frecher, selbstbewusster und eigenständiger werden, ist ein unbeschreibliches Gefühl.
Da die Speckies mit jeweils knapp an die drei Kilogramm zu sechst mittlerweile doch ordentlich Gewicht in die kleine Katzentransportbox bringen und ich für jeden Spaß zu haben bin, wurden sie mittags stilecht mit der Schubkarre in den hinteren Teil des Gartens kutschiert, in dem am längsten die Sonne steht. Wie schon zur ersten Autofahrt in der großen Box war auch hierbei kein Mucks zu hören. Im Gegenteil, Tetris gespielt kuschelt es sich doch erst recht angenehm.
Alle mussten zudem den ersten Tierarztcheck über sich ergehen lassen, durchgeführt von unserem hochqualifizierten Sohn. Das so genannte Medical Training ist für mich in der Tat fester Bestandteil der Sozialisierung. Ganz selbstverständlich und nebenbei berühre ich die Welpen überall, lege sie sanft und spielerisch in verschiedenen Positionen, auf den Rücken oder die Seite, schaue ihnen kontrollierend in Augen, Ohren und Mund, sodass sie mit derartigem Abtasten und Untersuchen vertraut werden.
Nachmittags ging es dann nochmals in den Auslauf, wo Oma Alva und Tante Else den Platz an der Sonne gepachtet hatten. Bewusst stehen die beliebten Spielelemente nur draußen beziehungsweise je nach Wetter und Tageszeit im Durchgangsbereich zur Verfügung. Die Speckies lieben besonders die Hängebrücke und so habe ich hervorragend einladende Anreize, sie nach draußen zu locken. Den Weg hinein ins Warme haben mittlerweile alle drauf.
An solch einem aufregenden Tag sind Ruhephasen unglaublich wichtig, um das Erlebte überhaupt verarbeiten zu können. Unsere Nächte sind ziemlich ruhig. Würde Dixi die Speckies nicht ein bis zwei Mal für einen Snack aufscheuchen, würden sie höchstwahrscheinlich sogar schon durchschlafen, könnte ich mir vorstellen. Sie sind so pflegeleicht! Nur immer frecher werden sie. Sollen sie ja auch.







































































